Rauchverbot in NRW beschlossen


Mit den Stimmen von SPD und Grünen wurde für NRW heute das umfassendste Rauchverbot der Republik beschlossen. Das Verbot soll ab Mai 2013 in Kraft treten. Hier der Link zur Pressemitteilung.

Was ist eure Meinung dazu? Kommt ihr weiter ins Extra? Wählt ihr die nochmal? Werden die Grünen auch noch ein Alkoholverbot durchsetzen? Kommen ab Mai dann Nichtraucher ins Extra, die vorher nicht gekommen sind?

Schreibt uns bitte dazu mal in den Kommentaren eure Meinung!

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31 Antworten zu Rauchverbot in NRW beschlossen

  1. Music Lover schreibt:

    Solange ihr gute Musik bringt, komme ich, auch wenn Rauchen verboten ist, – vielleicht kommen dann sogar mehr Leute mit. Also – weiter so! Live Blues Musik!

  2. Cia van Conte schreibt:

    Also das war der letzte Ort in Bielefeld, an dem man noch in Ruhe entspannen konnte ohne sich ständig zu kontrollieren, ob man raucht oder nicht. Ich weiß noch nicht, ob ich noch kommen werde. Also doch ganz Gallien.

  3. Babylon schreibt:

    Der Qualm gehört zur Kneipe wie der Strich auf dem Deckel… Nach meinem Umzug vom schönen Niederrhein nach OWL habe ich eine Kneipe gesucht und gefunden. Gehe deshalb weiterhin zu euch auch wenn es nicht oft ist.

  4. Cia van Conte schreibt:

    PS: und die anderen Läden leeren sich auch zusehends. Und all die Wirte, die viel Geld investiert haben, um die Räume zu separieren. Aber Atomkraftwerke bleiben am Netz oder gehen wieder ans Netz und all die Giftstoffe in Nahrungsmitteln und Kinder, die Drogen bekommen weil sie für Erwachsene zu anstrengend sind. Das bleibt alles!!! Nette!!!

  5. Tatze schreibt:

    Hallo, ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich werde dann ganz sicher sehr viel öfter zu euch ins *extra* kommen. Als Nichtraucher habe ich mich bislang nur zu besonderen Ereignissen auf den Weg gemacht – eben wegen der verräucherten Luft. Wie sich das Rauchverbot dann insgesamt auswirkt, das muss die Zeit zeigen.

  6. Faspis schreibt:

    Also ich bleibe weg, wenn dieses in Kraft tritt. Bier kann ich auch zu Hause trinken und da darf ich rauchen… Grüne, rote, schwarze und gelbe Heuchler wähle ich eh nicht. Die sind mir zu dumm!!! Das Verbot ist eh nur wegen der Pharmaindustrie gemacht worden, damit diese der Welt ihre Nikotinpflaster aufdrücken. Millitante Nichtraucher strotzen vor Intoleranz und zahlen noch nicht einmal Steuern für die saubere Luft. Sie werden angeblich ja auch älter und plündern fleissig die Rentenkassen, in denen wir Raucher eingezahlt haben.
    Die Eckkneipen werden über kurz oder lang verschwinden und solchen Hip-Hop Consum Diskotheken weichen. Als nächstes kommt dann wohl der Alkohol drann und danach die Reisefreiheit.. sorry aber dieser Staat mit seinen bornierten Bürgern und seinen machtgeilen geldgierigen Politikern geht mir mittlerweile total auf die Eier … Zeit das Land zu verlassen und dahin zu ziehen wo einem nicht die persönliche Freiheit genommen wird.

  7. Heppo schreibt:

    Natürlich komm ich weiterhin, grade wegen den Konzerten! Auch wenn mir die Zigarette zum Bier ein bisschen fehlen wird, ist es für mein nichtrauchendes Frollein ein Grund mehr, öfter mal mitzukommen. Leider habt Ihr die Schwierigkeit, den Raucher nicht mal eben ein Gartenrauchplätzchen anbieten zu können und auf dem Gehweg an der Straße gehts ja bekanntlich auch nicht lange gut, wegen den streitbaren Nachbarn. Ich hoffe, dass es sich trotzdem einpendeln wird, trotz der Bevormundung vom Staat. Und: in anderen Ländern (-Irland, Italian) gehts auch, also klappts bei uns erst recht. Und es sollte für keinen ein Grund sein, das Schwätzchen und Treffen mit den Freunden aufzugeben!!! So long …

    • Cia van Conte schreibt:

      Ja, in anderen Ländern klappts, weil sich die Nachbarn da nicht über Menschengeräusche beschweren wie hier. Es war, glaube ich, erst dieses oder letztes Jahr, wo Kindergeräusche nicht mehr unter das Lärmschutzgesetz gefallen sind. Trotzdem hat dieses Jahr die Nachbarschaft in der Diesterwegstr. versucht, den Bau eines Kindergartens zu verhindern aus diesen Gründen. Das ist eben Deutschland.

  8. Uwe schreibt:

    Ich bin stinksauer.

    In einer Raucherkneipe treffen sich erwachsene Menschen, die wissen was sie tun. Ich gehe seit 26 Jahren ins Extra um dort zu rauchen, zu trinken, mir das Maul über schlechte Politik zu zerreissen, Musik zu hören und Spaß zu haben. Hier muss niemand durch ein neues Gesetz geschützt werden. Wir sind hier doch nicht im Kindergarten, verdammt!

    Wer eine Kneipe ohne Rauch besuchen will, hat eine Riesenauswahl an Nichtraucherkneipen. Es gibt keinen Zwang und auch kein Recht ins Extra reinzukommen.

    Ich finde, das sollte auch nicht einfach so ohne Konsequenzen für die treibenden Akteure durchgehen.

    Man kann als Gastronomiebetrieb ohne Angabe von Gründen von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Hausverbote erteilen – das hat der Bundesgerichtshof erst Anfang des Jahres entschieden, siehe hier »

    Ich möchte Babara Steffens, die gesamte Grüne Landtagsfraktion und auch die Bielefelder Grünen nicht im Extra sehen und bin für ein namentlich ausgesprochenes Hausverbot. Mit persönlicher Zustellung und Pressetamtam. Das bringe ich auch gerne persönlich im Büro der Bielefelder Grünen vorbei.

    Nichtrauchen? Aber ohne Euch!

    • S.-E. Kranz schreibt:

      …dieses ist unser Hausverbot vom 26.04. dieses Jahres.
      dieses wurde auch in aller Öffentlichkeit auf die Seite der NRW SPD und Grünen gepostet.
      Bei den Grünen stand es nicht ganz so lange dort 🙂 …aber die gute alte SPD ist da ja träger..

      HAUSVERBOT !!!

      Wir müssen leider von unserm Hausrecht gebrauch machen und ein Hausverbot für,

      Hannelore Kraft ,z.Zt. verwaltende Ministerpräsidentin des Landes NRW ,

      Sylvia Löhrmann , z.Zt. verwaltende Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW ,

      Barbara Steffens , z.Zt. verwaltende Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW ,

      aussprechen.

      Begründung:

      wegen fortlaufender betriebsschädigender Aussagen in der
      Öffentlichkeit ,aufgrund der Initiative Nichtraucherschutzgesetz
      und der dadurch auch ständigen Verunglimpfung unser Kundschaft und Mitarbeiter.
      Der diesbezüglich eigenverantwortliches handeln abgesprochen wird und teilentmündigt werden muss.

      Wir sind aber eigenverantwortlich und wollen es auch bleiben.

      Da es ja auch immer mehr Nichtraucher gibt wird sich der Markt auch selbst wieder bereinigen und braucht da auch keine unausgegorene Gesetzesänderung .

  9. Sebastian Lisken schreibt:

    Ich bin glücklich und erleichtert über die neue Regelung. Und ungefähr der erste Ort, an den ich beim Thema Nichtraucherschutz in NRW denke, ist das Extra. Seitdem ihr euer Musikprogramm ausgeweitet habt und die Orte in Bielefeld mit Musik nach meinem Geschmack weniger werden, habe ich mit Trauer und auch, wie ich zugeben muss, mit Empörung auf euren „Raucherclub“-Status geschaut. Ich hielt das von Anfang an für Augenwischerei und euren Versuch, nichts zu ändern trotz Nichtraucherschutzgesetz seit 2008, und weiterzumachen wie bisher. In meinen Augen wart ihr kein Raucherclub, sondern eine Kneipe und ein Musikclub. Ich habe dazu auch einmal einen kritischen Beitrag als Kommentar auf einer eurer Seiten hinterlassen. Den habt ihr leider gelöscht, wenn ich mich richtig erinnere.

    Zu euren weiteren Fragen: Der Vergleich mit einem Alkoholverbot ist natürlich Unsinn. Durch Rauchen schädigt und vertreibt ihr eure Mitmenschen, durch Alkoholkonsum schadet ihr nur euch selbst. („Ungewollte“ Folgen des Alkohols wie Gewaltneigung oder Verursachen von Verkehrsunfällen lasse ich mal unberücksichtigt.) Dass ich der rotgrünen Regierung dankbar bin für ihren Mut angesichts der Polemik, die ihnen jetzt entgegenschlägt, dürfte klar sein.

    Als lebenslanger Nichtraucher, der Rauch überhaupt nicht gut verträgt, war es für mich bei allem Interesse an eurem Programm bisher unmöglich, euch zu besuchen. Deshalb war ich tatsächlich nie da. Ich wünsche mir und euch, dass ihr jetzt den Laden nicht aufgebt, sondern das neue Gesetz annehmt und umsetzt. Ich finde, es ist kein drakonisches Gesetz, sondern nur die juristische Fassung dessen, was aus reiner Rücksicht schon selbstverständlich sein sollte: wer rauchen will, geht raus, im Innenraum können sich Raucher wie Nichtraucher aufenthalten und einander begegnen. Es ist weder gut noch umsetzbar, dass sich Raucher und Nichtraucher jeweils in ihre „Enklaven“ zurückziehen. Ich bin gespannt auf Begegnungen und auch auf die freundlich-kontroversen Diskussionen mit denen, die der Möglichkeit zum Rauchen „drinnen“ nachtrauern. Ich werde allerdings nicht zum Dauergast werden, weil ich aus beruflichen Gründen oft nicht in Bielefeld bin und weil ich mich speziell für den „souligen“ und weniger für den „rockigen“ Teil eures Musikprogramms interessiere. Aber meine Neugier und Vorfreude auf ein rauchfreies Extra sind groß. Ich hoffe, dass ihr mich willkommen heißen werdet und dass ich nicht der einzige neue Gast sein werde.

    • extrablues schreibt:

      Du warst noch nie im Extra und willst den Machern erklären, wer sie sind? WTF!?
      Das ist gradezu exemplarisch genau die bevormundende Art zu denken, aus der dieses Gesetz geschmiedet ist.

      Der Extra Blues e.V. hat als Vereinszwecke:
      Förderung und Erhaltung der Bluesmusik und verwandter Musikstile sowie Pflege des kulturellen Brauchtums des geselligen Miteinanders, sowie Förderung von künstlerischer Betätigung.

      Mit der Formulierung „kulturellen Brauchtum“ sind Dinge wie Alkoholkonsum und Rauchen gemeint. Die Freude daran scheint dir fremd. Du lehnst die Vereinszwecke ab. Daher kann ich mir nicht vorstellen, das dir das Extra und die Menschen, denen es gehört gefallen werden und du dort mit deiner Haltung freundlich-kontroverse Diskussionen auslösen wirst.

      • Sebastian Lisken schreibt:

        Ich mag das Extra und war schon dort, das war einige wenige Male in der Zeit vor dem ersten Nichtraucherschutzgesetz und der Wandlung des Extra in einen „Raucherclub“.

        Nein, natürlich will ich dem Extra nicht erklären, wer sie sind. Das wäre eine Anmaßung. Ich hatte ja bewußt geschrieben „ich hielt das für …“; mir ist völlig klar, dass das ein unfertiger Eindruck aus der Entfernung ist.

        Es stimmt, mit Rauchen und Trinken kann ich nichts anfangen. Mit Musik und Begegnungen aber sehr viel! Ich würde mich wirklich freuen, wenn das möglich wäre. Es ist ja auch kein Problem, wenn die Menschen, mit denen ich mich treffe, Alkohol trinken. Wenn sie im selben Raum rauchen, muss ich leider gehen.

        Die Botschaft, die ich senden wollte, ist aber keine Bevormundung oder Belehrung über euch, über das Gesetz oder über Rauchen und Alkohol trinken. Sondern diese: die neue Regelung macht es Menschen wie mir möglich, zu euch zu kommen, wenn ihr diese Menschen und die Regelung annehmt. Ich freue mich wirklich sehr auf den Versuch. Also, wie seht ihr das? Öffnet ihr euch? Oder beschränkt ihr euch auf den (nachvollziehbaren) Frust über die aufgezwungene Änderung und schickt Interessierte wie mich weg?

    • Cia van Conte schreibt:

      Das ist ja echt nett, was Du da schreibst, wenn Du gleich warnst, dass Du nicht oft kommst. Also von Dir kann das Extra dann nicht existieren und damit dienst Du all den Menschen, die über hohe Arbeitslosenzahlen die Gehälter und Löhne drücken wollen. Echt intelligent durchdacht. Viel Spaß noch!!! A pro pro draußen rauchen, das geht tatsächlich nicht ohne Polizeieinsatz wegen der angeblichen Lärmbelästigung. Richtig gut durchdacht. Was willst Du dann eigentlich im Extra? Bestimmt keine Individualisten treffen.

  10. oppa schreibt:

    Ich bin es langsam leid, mich immer zu erklären! Noch einmal, bin 52 Jahre alt, möchte bei einem Bier, guter Musik und Zigaretten, mit Leuten von Angesicht zu Angesicht reden. Nicht in einer Lounge – Bar sprachlosen Teens zusehen wie sie ihren „Streichelzoo“ malträtieren! Werde dann wohl nicht mehr so oft in Kneipen gehen.

  11. Pänkie schreibt:

    Hallo,
    ich finds nicht schlimm, ich weiß das manch einer den Rauch nicht so gut verträgt und euch aus diesem Grund manchmal ferngeblieben ist – mir isses egal. Für mich steht die Begegnung mit anderen Menschen im Vordergrund, hinzu kommt die gute Musik. Natürlich kann man zu Hause bleiben und dort machen was man will, nur ist dort die spontane Begegnung mit anderen nicht gegeben.Wehn es allerdings nur um Bier und Zigarretten geht, dem kanns wirklich egal sein und nicht mehr vor die Tür gehen. Das wegen des Rauchens euer Laden leer bleiben wird halte ich für sehr unwahrscheinlich – Menschen sind gewöhnungstiere. Bis dann.

  12. Rap Per schreibt:

    Ich komme so oder so… Die Frage ist ja einfach beantwortet, ich komme weil ich mich wegen der allermeisten Menschen dort, der Musik und der Kultur wohlfühle. Zu der Politik sag ich hier nichts, hier gibt es ja einige differenzierte und zuviele bekloppte Beiträge…
    Wir sehen uns bei dem weltbesten HotDog und ’nem leckeren JeVer….

  13. Phil schreibt:

    hab schon beim letzten wahlzettel echt drüber nachgedacht, aber das is sowieso n andres thema… genau wie andre hier denk ich auch, dass es für leute, die das rauchen wirklich stört, genug andre kneipen gibt. ich kenn auch nichtraucher, die die geselligkeit in raucherkneipen/-bereichen schätzen…
    -> ich bin stinksauer über die bevormundung!! <-
    da hilft nur ziviler ungehorsam. blöd nur, dass die inhaber/betreiber verantwortlich gemacht werden. also feiern wir demnächst immer familienfeiern, wo einer bezalht und ihm die andren was zustecken… ,-)

  14. Sven schreibt:

    ….und damit ihr euch auch noch bedanken könnt….entweder fürs rauchfrei oder die durch Fraktionszwangs (verfassungsmässig überigens sehr bedenklich) durchgeführte Entmündigung.
    Hier die Liste der Abgeordneten der Lantags SPD und Grünen.
    Anrufen oder per mail…wie`s beliebt.
    Aber sachlich und nett bleiben…die nächste Wahl kommt bestimmt!!

    SPD:
    http://www.spd-fraktion.landtag.nrw.de/spdinternet/www/startseite/Koepfe/Abgeordnete/index.jsp

    Grüne
    http://gruene-fraktion-nrw.de/fraktion/abgeordnete.html

  15. Sven schreibt:

    und sucht mal bei Facebook Newsletter Nr. 69 der SPD-Landtagsfraktion NRW.
    Keine Angst für die Seite muß sich da keiner anmelden.

    http://www.facebook.com/spdfraktionnrw?ref=ts&fref=ts

    War übrigens auch mein erster Gedanke. Verfassungsbeschwerde wegen verbotenen und nachweisbaren Fraktionszwang. Beider Regierungsparteien in NRW.
    Denn ein unter nicht Verfassungskonformen Voraussetzungen entstandenes Gesetzt kann ja wohl auch nicht Rechtsgültig werden.
    …also….!!!!!

  16. D.-J.-Rockafella schreibt:

    Extra ohne Rauchen geht mal gar nicht! Wer den Qualm nicht mag, bitte dann geht woanders hin. Das Extra kann und konnte auf die Nichtraucher verzichten. Hat doch jahrelang geklappt. Ich gehe nicht in eine Kneipe, wo ich alle paar Minuten „vor die Tür“ muss wie nen Köter um mal eine zu rauchen. Und dann gibt´s noch den Stress mit den „lieben“ Nachbarn, wenn 10 Männeken vor der Kneipe am qualmen sind, schöne Aussichten. Dann komm ich maximal zu nen Konzert. Obwohl lieber alles pleite gehen lassen, damit die Herren Politiker mal merken was so ein „tolles“ Gesetzt für Auswirkungen haben kann 😉
    Schade um´s Extra und andere Pinten, aber wer sich bevormunden lässt ist selbst schuld. Geht auch super ohne Kneipen, sowie gestern z.B. 40 Leute, 2000Watt in der Werkstatt und Pils für 50 Cent, Party bis um 7.30h……..uuuuuuuund geraucht wurd auch! 🙂 Ohne drohenden Zeigefinger der Politiker *lach……Otti kann sich schon alleine anziehen 😉 ……

    • Sebastian LIsken schreibt:

      Rockafella, ich kann deinen Frust gut verstehen. Bitte glaub mir, dass ich das ehrlich und nicht als Phrase meine. Ich war lange genug im Nachtleben unterwegs und habe Situationen, wie du sie beschreibst, ausführlich erlebt. Deshalb weiß ich auch, was man an ihnen schätzen kann.

      Aber kannst du auch verstehen, wie frustrierend das für mich immer war, und was für mich aus Worten wie „wer’s nicht mag, bitte woanders hin, wir können auf Nichtraucher verzichten“ spricht? So könnte es weitergehen, das ist klar – aber vielleicht könntet ihr auch umdenken und merken, dass solche Worte eine Ausgrenzung von Menschen bedeuten, die gerne dabei sein würden? Und dass diese Ausgrenzung jahrzehntelang stattgefunden hat und für mich auch tief frustrierend war? Als das Gesetz 2008 kam, habe ich gedacht, dass jetzt endlich ein gravierender Fehler in der Gesellschaft korrigiert würde. Was ich in der Zeit danach erlebt habe, hat mich sehr enttäuscht. Aber natürlich brauchen solche Veränderungen Zeit, und jetzt habe ich neue Hoffnung. Dass die Szene sich in Enklaven für Raucher und Nichtraucher aufteilt, finde ich grundfalsch, dabei geht zu viel verloren und vor allem gelingt die Trennung nicht. Aber fühle bin inzwischen auch nicht mehr bereit, den ständigen Frust über den Rauch auszuhalten, das ist wohl eine Folge des Alterns … und der Sehnsucht nach Veränderung, die durch die ersten Gesetze bei mir noch verstärkt wurde.

      • Tami schreibt:

        Sag mal du redest hier von gravierenden „Fehlern“ in der gesellschaft und davon, dass du dich ausgegrenzt fühltest. Verstehe ich das richtig? Du meinst da musste ja mal „Papa Politik“ kommen und diese „bodenlose Ungerechtigkeit“ etwas zu den „Guten“, also der minderheit der nichtraucher, hin „korrigieren“ – so etwa?? – normalerweise haben (bzw. „hatten“) grössere parteien den denk-ansatz, dass der Markt zur verfügung stellt, wonach es einen starken Bedarf gibt. – Also: Wo waren denn die gewinnorientierten „Nichtraucherkneipen“ ?? da wären doch die „Frischluftfreunde“ unter sich gewesen. Es gab sie nicht! – genau wie du hat kein einziger nichtraucher genau DAS als priorität gesetzt. Entsprechend hat sich der „Markt“ entwickelt. Diese Gesetztesinitiative zielt auch garnicht darauf ab, dass demnächst alle passivraucher hurra schreien, sondern es ist mal wieder eine „Buchhalterische Kalkulation“ was man sich alles an Geld sparen kann, im Bundeshaushalt. Wenn einem selbst keine sinnvollen Gesetzte einfallen, dann übernimmt man einfach was aus den Vereinigten Staaten (wie so vieles). Was kommt als nächstes? Ich bin z.B. auch kein Vegetarier und schon garnicht Vegan. Es gibt aber erste untersuchungen (wer finanziert die eigentlich?), die eine „Gesundheitsschädigung“ für Fleischkonsumenten belegen wollen – ohhhh ohhh… ich ahne böses! Werde ich dann demnächst dazu gezwungen Vegetarier zu werden? ….und irgendjemand postet dazu etwa so etwas: „Ich habe qualen gelitten, wenn jemand in ein Nackensteak gebissen hat und musste oftmals das restaurant verlassen. endlich eine „Gleichstellung“ – Jetzt schmeckt mein Salat viel besser. Au weia. – Allein schon um seinen möglichen Kindern diese mögliche „morgige Welt“ zu ersparen, bedarf es eines gründlichen Umdenkens, was politik und lebensqualität betrifft. Ich habe durchaus verständnis dafür, wenn im sinne der nichtraucher, plätze und gebäude rauchbefreit werden, die zur infrastruktur gehören und von allen bürgern benutzt werden. Ich kann mich da durchaus hineinfühlen und verständnis haben. Der besuch gastronomischer einrichtungen gehört aber für den weitaus grösseren teil der bevölkerung weder zum berufsleben, noch zu irgendeinem anderen „Pflichtprogramm“.
        Der Wunsch soziale Kontakte auch zu rauchern aufzubauen, ist einerseits völlig verständlich: Wer möchte sich schon gern dieses Riesenangebot an sozialem austausch selbst verbauen?? – andererseits völlig paradox !! De facto sieht es doch so aus, dass wenn du einen raucher bzw. raucherin in einer raucherkneipe kennen lernst, dann raucht der/die auch zu hause, oder? Die logik sagt also: „hat keinen sinn, geh lieber bowlen. da kannste auch leute kennenlernen, die du langfristig privat ertragen kannst“ ich bin völlig sicher, dass du denkerisch schon vor jahren an diesem punkt warst.
        DAHER gehe ich bei dir mal eher von folgender „HOFFNUNG“ & „SEHNSUCHT“ aus:
        Du meinst wenn millionen raucher per dekret zu nichtrauchern erklärt werden, dann potenziert sich dein soziales Einzugsgebiet im verhältnis „knallfrosch zu dynamitstange“
        Paradiesische verhältnisse in greifbarer nähe aufkosten der freiheit deiner „zukünftigen gesprächspartner“. Gefällt dir das?

  17. D.J.-Rockafella schreibt:

    @ Sebastian: Natürlich will ich nicht, dass Nichtraucher irgendwo ausgeschlossen werden. Ich finde es nur schade, dass man in so einem schönen Laden keine Zigarette mehr beim Bierchen geniessen darf. Vielleicht stimmt es ja mit dem „der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ und wir arrangieren uns alle damit. Die Zeit wird es ja zeigen 😉

    • Cia van Conte schreibt:

      Dann werden jetzt eben die Raucher ausgeschlossen und soweit ich das beobachtet habe werden die Kneipen immer leerer und trostloser. Bielefeld war mal eine sehr interessante Stadt, die immer langweiliger wird.

  18. extrablues schreibt:

    Nur mal ein kleiner Blick, auf was noch so kommen kann:
    Der grüne Ministerpräsident Kretschmann fordert ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.
    Von da ist es zu einem Verbot von Alkohol in öffentlichen Räumen nicht mehr sooo weit…

    • Sebastian Lisken schreibt:

      Ich bin gegen so ein Verbot. 🙂 Ich fand auch sofort, dass das Kretschmann ist, nicht grüne Politik. Der Artikel bestätigt es. Es gibt natürlich Ordnungspolitiker aller Farben, die mit Alkoholverboten Probleme wie Randale in Zügen, Müllprobleme an beliebten „Partyplätzen“ etc. bekämpfen wollen. Aber egal wie man zu solchen Ideen steht: die Gründe für das Verbot sind ganz andere als beim Rauchen. Also sollte man das nicht in einen Topf werfen, finde ich.
      (Ich bin übrigens auch – wie viele Grünennahe Menschen wahrscheinlich – für die Entkrimininalisierung von Haschisch. Obwohl ich es nicht gebrauchen würde.)

  19. extrablues schreibt:

    Und da war da noch das Jobcenter, das ALGII Bezieher zu Rauchentwöhnungskursen zwingt und ansonsten die Bezüge kürzt.

    Eine schöne neue Welt.

  20. Tami schreibt:

    Ich wähle diese „ehemaligen Volksparteien“ , die meiner Meinung nach gegen den Volkswillen regieren schon lange nicht mehr. Wundere mich aber immer wieder darüber, dass irgendjemand die anscheinend wählt. Wegen meiner braucht es die CDU – die SPD u. die „Grünen“ nicht mehr zu geben – Was politik ermöglichen soll ist ein lebenswertes Leben – am besten für alle – und nicht wohlstand für wenige und eine gedeckelte existenz für den rest.

  21. Pepe schreibt:

    Na prima, weiter so in die fremdbestimmte Gesellschaft. Jetzt kann ich nicht mal mehr selbst entscheiden, ob ich dort hingehe, wo geraucht werden darf, sondern muss mich wie ein Junkie in irgendeine dunkle Ecke verziehen, um mal ´ne Zigarette zu rauchen. Komisch, die Tabaksteuer wird von diesem Haufen, den einige noch als Regierung bezeichnen, gern genommen.
    Jeder, der raucht, weiß, dass es zwei total unterschiedliche Empfindungen sind, gemütlich am Brett zu hocken, eine zu rauchen und ein lecker Bierchen dazu zu trinken und andererseits mal eben für ´ne Kippe nach draußen zu müssen.
    Richtig geil wird dann die Kombination aus Rauchverbot drinnen und Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, dann können wir abwechselnd hin und her rennen!
    Um eure Frage zu beantworten: Na klar komme ich auch dann noch in´s Extra, aber schöner werden die Abende dadurch bestimmt nicht. Bleibt nur die „geschlossene Gesellschaft“, wie man auch immer diese definieren möchte ;-). Mann, so langsam reichts mir in diesem Sch…staat. Vielleicht muss ich übermorgen aufpassen, wo ich noch furzen darf!

  22. Thorsten schreibt:

    Rauchfrei- dann komme ich gerne in die Extra Blues Bar!

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